Vorstellung der HFT-SO Drucken

Die Höhere Fachschule für Technik HF des Kantons Solothurn entstand 1983 auf Initiative des Solothurnischen Vereins für technische Ausbildung SVTA, der bereits seit den 60-iger Jahren eine Ingenieurschule führte, als Technikerschule für Informatik TSI. Die Technikerschule wurde der Ingenieurschule angegliedert. Bereits im April 1984 konnten zwei Klassen ihre Ausbildung in betrieblicher und in technischer Informatik starten. Die Ausbildung wurde berufsbegleitend konzipiert, in einem obligatorischen Vorkurs und im viersemestrigen Studium wurde von Anfang an nach den Vorschriften des Bundes zur Technikerausbildung unterrichtet. Nach Abschluss des ersten Studienganges im Herbst 1986 wurde die Ausbildung zum Informatiktechniker vom eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement anerkannt. In den ersten Jahren fand die Ausbildung hauptsächlich in Solothurn an der Berufsschule und in den Labors der Ingenieurschule statt. Mit Einführung der CA-Techniken wurde ein Teil der Ausbildung nach Grenchen verlegt.

Die Verlegung im Jahre 1990 ins Berufsbildungszentrum in Grenchen - zusammen mit der Ingenieurschule - war der Beginn einer rasanten Entwicklung. Bereits 1992 wurde die Fachrichtung Produktionstechnik geschaffen. Auch hier wurde die Anerkennung des Bundes mit Abschluss des ersten Diplomjahrganges 1994 erreicht. Aus dem Impulsprogramm des Bundes zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit entwickelte sich 1993 eine zweijährige Vollzeitausbildung zum Informatik-Techniker, 1994 erhielten wir für diesen Studiengang die Anerkennung des Bundes. Das Impulsprogramm Mikroelektronik half uns, zusammen mit dem Mikroelektronik- Zentrum Mittelland- Zentralschweiz, 1996 ein Studium der Elektronik zu starten. Hier liegt seit März 1999 die eidgenössische Anerkennung vor. Seit dem Jahr 2001 wird ein Studiengang in Telematik und Automation geführt. Das Nachdiplom in Informatik wurde 2002 neu konzipiert. Diese Ausbildungsgänge wurden 2004 vom BBT anerkannt.

Im Jahr 1999 haben wir sämtliche Studiengänge neu konzipiert. Der Trend nach mehr Freizeit, verifiziert durch eine Umfrage an den regionalen Berufsschulen, hat uns bewogen, das berufsbegleitende Studium in allen Leistungsbereichen auf sechs Semester zu verlängern, bei gleichzeitiger Reduktion der wöchentlichen Unterrichtslektionen von 20 auf 12 bis 16. Gleichzeitig wird die Grundlagenausbildung in allen Leistungsbereichen weitgehend einheitlich gestaltet und das Lernangebot auf WBT und CBT erweitert. Seit 2005 werden Kurse direkt auf der WBT-Plattform Moodle angeboten. Die Module des HF-Studiums, ergänzt mit Selbststudiumskursen, werden seit Herbst 2006 auch in den Angeboten Zertifikat Technische Fachperson TE und in Nachdiplomstudien NDS-HF unterrichtet.  Mit der Einführung des „Kreditsystems“ soll ab 2007 das Studium zusätzlich als Fernstudium mit E-Learning angeboten werden.

Das 1998 begonnene Projekt "Zertifizierung nach ISO-9001" stellt einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung der Schule dar. Die Prozesse - vor allem der Lernprozess - sollten besser strukturiert und bezogen auf die Dokumente vereinheitlicht werden. Damit haben wir eine weitere Anhebung des Standards und einen wesentlichen Impuls zur Entwicklung der Mitarbeitenden erreicht. Ausserdem stellt die Festlegung von Qualitätsstandards eine einheitliche Philosophie innerhalb der Leitung der Schule sicher. Mit der Zertifizierung im Mai 2000 ist diese Entwicklung keineswegs abgeschlossen, ständige Weiterentwicklung ist ein wesentlicher Baustein des ISO-Systems. Im Mai 2003 wurde die Zertifizierung nach dem prozessorientierten Stand ISO 9001-2000 erreicht. Seit Herbst 2003 rundet die Zertifizierung nach EduQua die Qualitätsstandards der HFT-SO ab.

Die neuen Rahmenlehrpläne des BBT für die Höheren Fachschulen für Technik sind die Leitplanken für die Neukonzipierung der Studiengänge. Seit 2009 lauf die Vorarbeiten zur Umsetzung, die für die Studiengänge ab 2011 beginnen wird. Dabei wird die Zusammenarbeit mit den beiden Höheren Fachschule für Technik in Biel eine zentrale Bedeutung zukommen. Eine Fusion der drei HF's ist für 2012 vorgesehen.