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Für die Ausbildung von Fach- und Führungspersonen kommt den höheren Fachschulen in der Arbeitswelt eine grosse Bedeutung zu. Die Absolventinnen und Absolventen werden befähigt, selbstständig Fach- und Führungsverantwortung zu übernehmen. Die Bildungsgänge sind praxisorientiert. Sie fördern insbesondere die Fähigkeit zu methodischem und vernetztem Denken, zur Analyse von berufsbezogenen Kenntnisse.

 

Rahmenlehrpläne

Jeder Bildungsgang beruht auf einem Rahmenlehrplan, den die Bildungsanbieter zusammen mit den Organisationen der Arbeitswelt erarbeiten. Auf Antrag der Eidgenössischen Kommission für höhere Fachschulen genehmigt das BBT die Rahmenlehrpläne. Diese regeln unter anderem das Berufsprofil, die zu erreichenden Kompetenzen, die Titel, die Bildungsbereiche und deren zeitliche Anteile. Rahmenlehrpläne dienen dazu, die höheren Fachschulen besser zu positionieren. Sie tragen auch dazu bei, dass die angestrebten Qualifikationen mit dem Qualifikationsbedarf der Wirtschaft und des Arbeitsmarkts möglichst übereinstimmen.

Die Eidgenössische Kommission für höhere Fachschulen begutachtet die Rahmenlehrpläne. Auf dieser Basis prüft sie später die Gesuche um eidgenössische Anerkennung von Bildungsgängen und Nachdiplomstudien. Zudem überprüft die Eidgenössische Kommission für höhere Fachschulen periodisch, ob die Anerkennungsvoraussetzungen auch nach der Genehmigung eines Bildungsganges eingehalten werden.

Positionierung

Die höheren Fachschulen positionieren sich gemeinsam mit den eidgenössischen Berufs- und höheren Fachprüfungen im nichthochschulischen Tertiärbereich (Tertiär B). Die Bildungsgänge bauen auf der Sekundarstufe II auf. Im Zentrum stehen konkrete Problemstellungen aus den Bereichen Dienstleistung, Betrieb, Werkstatt und Produktion. Markenzeichen der Bildungsgänge sind die hochstehende Qualifikation für die Praxis und ein entsprechend ausgewogener Theorieteil. Bildungsziel ist die Vermittlung höherer beruflicher Qualifikationen und die Vorbereitung auf Fach- oder Führungsfunktionen. Neben Bildungsgängen in den Landessprachen können seit 2005 auch solche in Englisch anerkannt werden.

Zusätzlich zu den Bildungsgängen können an den höheren Fachschulen auch Nachdiplomstudien angeboten werden. Diese erlauben eine Vertiefung von Fach- und Führungskompetenzen sowie eine Spezialisierung.

Angestrebte Tätigkeit

Die Verordnung des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements über Mindestvorschriften für die Anerkennung von Bildungsgängen und Nachdiplomstudien der höheren Fachschulen regelt folgende Bereiche:

  • Technik
  • Gastgewerbe, Tourismus und Hauswirtschaft
  • Wirtschaft
  • Land- und Waldwirtschaft
  • Gesundheit
  • Soziales und Erwachsenenbildung
  • Künste und Gestaltung

Mit der Integration der Bereiche Gesundheit, Soziales und Kunst hat sich die Zahl der ausgestellten Diplome auf rund 8'000 pro Jahr verdoppelt.